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Stories Of The Street (Songs Of Leonard Cohen)
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Geschichten der Straße
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The stories of the street are mine,
the Spanish voices laugh.
The Cadillacs go creeping now
through the night and the poison gas,
and I lean from my window sill
in this old hotel I chose,
yes one hand on my suicide,
one hand on the rose.
I know you've heard it's over now
and war must surely come,
the cities they are broke in half
and the middle men are gone.
But let me ask you one more time,
O children of the dusk,
All these hunters who are shrieking now
oh do they speak for us?
And where do all these highways go,
now that we are free?
Why are the armies marching still
that were coming home to me?
O lady with your legs so fine
O stranger at your wheel,
You are locked into your suffering
and your pleasures are the seal.
The age of lust is giving birth,
and both the parents ask
the nurse to tell them fairy tales
on both sides of the glass.
And now the infant with his cord
is hauled in like a kite,
and one eye filled with blueprints,
one eye filled with night.
O come with me my little one,
we will find that farm
and grow us grass and apples there
and keep all the animals warm.
And if by chance I wake at night
and I ask you who I am,
O take me to the slaughterhouse,
I will wait there with the lamb.
With one hand on the hexagram
and one hand on the girl
I balance on a wishing well
that all men call the world.
We are so small between the stars,
so large against the sky,
and lost among the subway crowds
I try to catch your eye. |
Die Geschichten der Strasse sind meine Geschichten
Lachen auf Spanisch
Cadillacs fahren im Kriechtempo
Durch die Nacht und durch Abgase
Ich lehne mich über's Fensterbrett
Dieses alten Hotels
In der einen Hand den Selbstmord
Die andere auf der Rose (*)
Ich weiß, ihr hörtet, es sei Schluss
Jetzt müsse es Krieg geben
Die Städte sind entzwei gebrochen
Die Vermittler sind fort
Aber ich frage euch noch einmal
Kinder der Dämmerung:
All diese schreienden Menschenjäger
Werden sie für uns eintreten?
Wohin führen all diese Landstrassen
Jetzt, da wir frei sind?
Warum marschieren die Armeen
Auf ihrem Heimweg noch gegen mich?
Oh Lady mit den schönen Beinen
Oh Fremder am Lenkrad
Ihr seid gefangen in eurem Leiden
Und euer Vergnügen besiegelt es
Die Zeit der Gier ist geboren
Und beide Eltern bitten
Die Hebamme, ihnen Märchen zu erzählen
Auf beiden Seiten der Scheibe
Und dann wird das Kind an einer Schnur
Empor gezogen wie ein Drachen
Und ein Auge ist voller Blaupausen
Das andere dunkel wie die Nacht
Komm mit mir, meine Kleine
Wir werden diese Farm für uns finden
Gras und Äpfel anbauen
Und all unsere Tiere sollen es warm haben
Und falls ich nachts mal aufwache
Und dich frage, wer ich sei
Dann bring mich zum Schlachthof
Dort werde ich warten mit dem Lamm
Mit einer Hand auf dem Davidsstern
Und einer auf dem Mädchen
Balanciere ich auf dem Wunschbrunnen
Den die Leute Welt nennen
Wir sind so winzig unter den Sternen
Wähnen uns so groß im Vergleich zum Himmel
Verloren in den Massen in der U-Bahn
Suche ich deinen Blick
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(*) Die lyrische Bedeutung ist mir nicht klar. Jon Keats (mit dem Cohen öfter verglichen wurde) schrieb einmal "Sudden a thought came like a full-blown rose (The Eve of St. Agnes), vielleicht beschreibt er mit "rose" seine Dichtkunst als Gegenstück zu seinen Suicidgedanken.
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| Eine der frühen Endzeitvisionen Cohens, mit vielen Zeilen, die Deutungsspielraum gewähren. Vielleicht zum Bild der Land-straßen (3. Strophe). Eine Interpretation wäre: Wenn wir angeblich so frei sind, wie wir behaupten, wozu brauchen wir dann so viele Wege und Möglichkeiten, um woanders hinzukommen? Und warum wendet sich das, was ich anderen auf diesen Wegen antue, letztlich gegen mich? Die schöne Lady und der Fremde am Steuer sind wiederum Symbole für unsere Lust und Gier (Schönheit, Verlockung, Macho-Autos), die doch nur Leid schaffen. Oder zum Kind am Drachen (4. Strophe): Dies dient als Symbol für unsere selbst produzierten Träume und Illusionen, die in der Herrschaft von Technologie (Blaupausen) und in Destruktion (Dunkel) münden. Auch die Paarromantik und Hippie-Harmonie wird sarkastisch demaskiert, "Warten mit dem Lamm" (Schächten) verweist darauf, dass wir alle töten, um zu leben. Die oft zitierten Schlusszeilen führen aus dem großen Weltendrama zurück zu einer winzigen Hoffnung, die für Cohen einzig in dem "Du" liegt. |
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