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Field Commander Cohen (New Skin For The Old Ceremony)
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Feldkommandeur Cohen
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Field Commander Cohen, he was our most important spy.
Wounded in the line of duty,
parachuting acid into
diplomatic cocktail parties,
urging Fidel Castro to
abandon fields and castles.
Leave it all and like a man,
come back to nothing special,
such as waiting rooms and ticket lines,
silver bullet suicides,
and messianic ocean tides,
and racial roller-coaster rides
and other forms of boredom
advertised as poetry.
I know you need your sleep now,
I know your life's been hard.
But many men are falling,
where you promised to stand guard.
I never asked but I heard you cast
your lot along with the poor.
But then I overheard your prayer
that you be this and nothing more
than just some grateful faithful woman's
favourite singing millionaire,
the patron Saint of envy
and the grocer of despair,
working for the Yankee Dollar.(*)
I know you need your sleep now ...
Ah, lover come and lie with me,
if my lover is who you are,
and be your sweetest self awhile until
I ask for more, my child.
Then let the other selves be rung(**), yeah,
let them manifest and come
till every taste is on the tongue,
till love is pierced and love is hung,
and every kind of freedom done,
then oh, oh my love ...
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Feldkommandeur Cohen, unser wichtigster Spion
Verwundet in Erfüllung seiner Pflicht
Warf Säure per Fallschirm in
Cocktail-Parties von Diplomaten
Zwang Fidel Castro
Von Schlachtfeldern und Festungen abzuziehen
Lass das alles hinter dir, komm wie ein Mann
Zurück in den Alltag der
Wartesäle und Warteschlangen
Der Selbstmorde mit Silberkugeln
Der prophetischen Gezeiten
Rassistischen Achterbahnfahrten
Und den anderen Formen der Langeweile
Verhökert als Poesie
Ich weiss, du brauchst jetzt deinen Schlaf
Ich weiss, du hattest ein schweres Leben
Doch viele Männer fallen dort
Wo du versprachst, Wache zu halten
Ich hab' nicht gefragt, doch es kam mir zu Ohren
Dass du alles mit den Armen teilst
Dann hörte ich zufällig dein Gebet
Du möchtest nichts weiter sein
Als der Lieblingssänger und Millionär
Einer dankbaren, treuen Frau
Schutzpatron des Neids
Und Krämer der Verzweiflung
Der für Yankee-Dollars arbeitet (*)
Ich weiss, du brauchst jetzt deinen Schlaf ...
Liebste, komm und leg dich zu mir
Falls du meine Liebste bist
Zeig dich von deiner wonnigsten Seite
Bis ich nach mehr verlange, Kleines
Dann lass deine dunklen Seiten sich melden
Lass sie kommen und sich offenbaren
Bis wir sie alle schmecken
Bis die Liebe durchbohrt ist und erhängt
Und jede Form von Freiheit hinüber
Dann, oh, meine Liebe ...
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(*) Zeile aus dem Song "Rum and Coca Cola", dort eine Anspielung auf Prostitution
(**) Meistens falsch als "wrong" transkribiert
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Überliefert ist, dass Cohen diesen Song nach einem Frontbesuch beim sog. "Blitzkrieg" 1973 begann. Persifliert werden sowohl Kriegspathos als auch der Alltagsstumpfsinn der Heimat, schließlich auch jener Friedens-Altruismus, der eigenen Zwecken dient. Hier vollzieht er die Wendung des Textes auf seine eigene Person. In der letzten Strophe schließlich lese ich, dass Cohen auch der Liebe dunkle Seiten aufzeigen will - also ein resignativer Song über allgegenwärtig destruktive Kraft und Selbstsucht. Der Refrainvierzeiler zeigt noch einen anderen Aspekt - unabhängig von jeder Wertung (des Krieges und sicher anderer Schauplätze) gilt es, seinen Platz einzuhalten und nicht davonzulaufen.
Sein eigener, späterer Kommentar erscheint etwas "weichgespült":
"Ich erinnere mich nicht genau, wie dieser Song entstand, außer dass "Field Commander Cohen" ironisch gemeint ist - obwohl ich die Armee immer sehr mochte. In der Tat hatte mein Vater die Absicht, mich bei der Kingston Military Academy anzumelden. Wenn er länger gelebt hätte, wäre ich wohl in der kanadischen Armee gelandet. "Field Commander" bezieht sich in gewisser Hinsicht darauf, dass wir auf Tournee waren. Gemeint ist jene Art von Führung, die man bei Tourneen hat - weniger jene direkt handlungsbezogene Führung, die ein Feldzug erfordert, mit augenblicklich zu treffenden Entscheidungen. Man muss dabei eine Gruppe von Männern und Frauen dazu bringen, unter bisweilen belastenden Bedingungen zusammenzuhalten."
(1979, reported by Harry Rasky in his book "The Song of Leonard Cohen - Portrait of a poet, a friendship and a film")
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